Dielenböden ölen: Tipps für die professionelle Naturbodenpflege

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Holzdielen sollten Sie am besten auf natürliche Art und daher mit einem natürlichen Pflegeprodukt schützen. Öl verleiht älteren und matt wirkenden Böden eine neue Lebendigkeit und beugt obendrein der Holzaustrocknung vor. Dennoch sollten Sie beachten, dass viel nicht unbedingt viel hilft. Ihr Dielenboden kann nur eine geringe Menge Öl aufnehmen, wodurch eine zu dicke Schicht zu einer rutschigen und fleckigen Oberfläche führt. Hier erhalten Sie wertvolle Tipps für die Bodenpflege und erfahren, warum Naturöl gegenüber Wachs und einer Versiegelung die bessere Wahl ist.

Ölen oder wachsen: was ist besser?

Hartwachs wird in vielen Fällen als nachhaltige und effiziente Bodenpflege für Dielen empfohlen. Natürlich können Sie die Oberfläche wachsen und durch die Schicht einen Schutz gegen kleine Kratzer und Abstumpfungen generieren. Allerdings verlieren dauerhaft gewachste Dielen ihren natürlichen seidigen Glanz und die Ausdrucksstärke der Maserung. Mit einem leichten Öl tragen Sie die Pflege nicht nur oberflächlich sondern mit Tiefenwirksamkeit auf. Dauerhaft ist das Ölen von Dielenböden daher die bessere Lösung – sowohl für den Erhalt der Materialeigenschaften wie für die Optik. Mit der alleinigen Auftragung von Öl bleiben die atmungsaktiven Holzeigenschaften erhalten. Bringen Sie zusätzlich und in größeren Abständen eine hauchdünne Schicht Hartwachs auf, wirkt sich die Wachsanwendung nicht nachteilig auf die Holzeigenschaften und Maserung aus.

Wie ölt man Holzdielen?

Diese Schritt-für-Schritt Anleitung zeigt Ihnen, wie einfach die fachmännische Pflege eines Dielenbodens ist. Unter professionellem Ölen versteht man nicht die alleinige Pflege mit einem ölhaltigen Reinigungsmittel, sondern das reine Ölen in regelmäßigen Abständen. Fakt ist: Öl wird auf dem vorher gesäuberten und von allen Rückständen befreiten Fußboden aufgetragen.

  • Legen Sie das Werkzeug bereit und rühren das Öl im Behälter gut um.
  • Füllen Sie das Öl nun in einen flachen Behälter, bestenfalls in eine Farbwanne.
  • Beginnen Sie mit der Auftragung an den Rändern und nutzen hierfür einen flachen Pinsel.
  • Die großen Flächen rollen Sie mit einer handelsüblichen Fußbodenrolle aus.
  • Lassen Sie das Öl 15 Minuten einziehen und tragen anschließend alle überschüssigen Reste mit einem Rakel ab.
  • Als Nachbearbeitung nutzen Sie eine Poliermaschine für mehr Glanz und eine gleichmäßige Verteilung.

 

Hinweis: Falls die erste Behandlung noch stumpfe Flecken hinterlässt, können Sie eine zweite Schicht Öl auftragen und in der gleichen Reihenfolge wie oben beschrieben vorgehen.

Die überschüssigen Ölreste müssen Sie sorgfältig mit dem Rakel abziehen, da der Dielenboden nur eine gewisse Menge aufnimmt. Nicht eingezogenes Öl sorgt für Rutschgefahr und wird obendrein beim Begehen an den Fußsohlen und Schuhen durch die Wohnung getragen.

> Vorsicht bei versiegelten Dielen – hier hilft Öl nicht! <

Wenn Ihre Dielen versiegelt sind, können Sie diese nicht mit Öl pflegen. Die Versiegelung verschließt die Poren und bildet eine undurchdringliche Schutzschicht, die allein durch regelmäßiges Wischen gereinigt wird.

Wie gut sind ölhaltige Reinigungsmittel?

Für die normale Bodenpflege können Sie Reinigungsmittel mit Öl oder Wachs verwenden. Allerdings ist diese Dielenbehandlung kein Ersatz für die notwendige Ölbehandlung, die Sie mindestens einmal pro Jahr vornehmen sollten. Wenn Sie sich für Reiniger mit Zusatz entscheiden, achten Sie auf die Qualität und wählen vor allem Produkte, die mit BIO-Öl gefertigt sind. Ihr Boden nimmt natürliches Öl besser auf und Sie schützen sich vor dem unangenehmen Geruch, der mit einigen chemischen Ölverbindungen in Reinigungsmitteln einhergeht. Beim Kauf achten Sie bestenfalls nicht nur auf den Preis, sondern lesen sich die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in Ruhe durch. Orangen- und Zitrusöl pflegt Ihren Boden besonders gut und trägt dazu bei, dass Holzdielen ihre natürliche Maserung über einen langen Zeitraum behalten.

Helle Böden mit Öl abdunkeln – so geht’s!

Sie haben sich seinerzeit für einen hellen Dielenboden entschieden und überlegen nun, wie sie diesen ein wenig abdunkeln und dabei nicht gegen die Natur des Materials arbeiten können? Hier hilft Öl sehr gut. Selbst farbloses Öl lässt den Holzton kräftiger und satter erscheinen. Im Handel gibt es verschiedene Bodenpflegeöle mit leichter Nuancierung in natürlichen Holzfarben. Soll Ihr Fußboden einen rötlichen oder bräunlichen warmen “Stich” bekommen, wählen Sie Ihr Öl anhand der Beschreibung auf dem Behälter aus. Sehr beliebt sind Nuancen wie Eichenholz oder Mahagoni, da diese einem hellen Dielenboden eine schöne Ausstrahlung verleihen. Bei der Behandlung mit farbigem Öl ist die gleichmäßige Auftragung besonders wichtig. Bringen Sie zu viel Öl auf oder variiert die Menge auf der Fläche zu stark, kann es zur unerwünschten Bildung von Flecken kommen. Hier ist eine Nachbehandlung nötig und beseitigt im Regelfall die Spuren der ungleichmäßigen Ölung.

Fazit: Dielenböden sind pflegeleicht, wenn Sie die Kriterien zum Ölen beachten.

Mit einem Dielenboden haben Sie sich für einen nachhaltigen Fußboden aus dem Naturmaterial Holz entschieden. Die Haltbarkeit beträgt bei richtiger Pflege 40 Jahre und länger. Da Holz bei trockener Heizungsluft austrocknet und rissig wird, sollten Sie Dielenböden mindestens einmal im Jahr – am besten vor der Heizperiode ölen. Gehen Sie wie oben beschrieben vor und halten sich an die Angaben des Herstellers, die speziell für das von Ihnen verwendete Pflegeöl gemacht werden. Zwischen den Intervallen der Ölbehandlung reicht ein Bodenreiniger für Dielen mit einem geringen Anteil an Naturöl aus.

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